Sep
25

Regionalligateam hinterlässt trotz Niederlage guten Eindruck

Der EV Ravensburg hat das erste Saisonspiel in Stuttgart mit 2:6 verloren. Der Außenseiter aus Oberschwaben brachte das Team aus der Landeshauptstadt dabei über weite Strecken in einige Verlegenheiten  und verlor gemessen am Spielverlauf zu hoch.

Da das DNL2-Team am Wochenende selbst zwei Spiele zu absolvieren hatte, musste das Regionalligateam zum Saisonauftakt ohne Verstärkungen aus dem Nachwuchsbereich auskommen. Dennoch sorgten die Ravensburger schon in der 2. Spielminute für Ernüchterung bei den gut 200 Zuschauer. Youngster Julian Bergs schnappte sich die Scheibe und vollendete zum 0:1. Stuttgart konnte zwar schon in der 5. Minute durch Patrick Eisele ausgleichen, schaffte es aber bis zum Drittelende nicht mehr, den stark haltenden Maik Dibowski noch einmal zu überwinden.

Im zweiten Drittel schoss Tim Becker die Stuttgarter in der 24. Minute in Überzahl mit 2:1 in Führung. In 29. Minute konnte Ludwig Valenti aber eine Vorlage von Jan Heckenberger zum 2:2 verwerten. Es kam eine Phase, nach der man im Ravensburger Lager mit dem Schiedsrichter haderte. Nicht weniger als ein halbes Dutzend Strafzeiten verhängte der Unparteiische im zweiten Drittel gegen die Oberschwaben. Stuttgart konnte zwei weitere Powerplays zu einer vorentscheidenden 4:2-Führung verwerten, die im letzten Drittel auf 6:2 ausgebaut wurde.

Beim EVR konnte man sich damit trösten, dass die Mannschaft vor dem Heimauftakt am kommenden Sonntag, 2. Oktober, einen guten Eindruck hinteließ. Dann wird um 18 Uhr das Spitzenteam aus Bietigheim in Ravensburg zu Gast sein.

Erstmals stand in Stuttgart für den EVR Stürmer Joschua Eckmann auf dem Eis. Er kommt vom EHC Freiburg und studiert nun im Schussental, wodurch er sich dem EVR angeschlossen hat.

Nachdem Trainer Jiri Kunce aus privaten Gründen kurzfristig für das Spiel in Stuttgart absagen musste, hatte der Lindauer Jugendtrainer Martin Masak, in Ravensburg in Sachen Eishockey ja ebenfalls kein Unbekannter, das Coaching übernommen. Ein weiteres Mal hat sich damit die Kooperatoin des EVR mit den Islanders bewährt.

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren

Jul
19

Regionalliga mit neuer Pokalrunde

Auch der Modus für die Eishockey-Regionalliga Südwest, in der die erste Mannschaft des EV Ravensburg antritt, steht nun fest. Nachdem es erneut keinen Aufsteiger aus der Landesliga gibt, spielt die Regionalliga wieder mit neun Teams.

In der Hauptrunde, die bis zum 26. Februar abgeschlossen sein muss, treten alle Mannschaften wie bereits in der Vorsaison drei Mal in einer Eineinhalbfach-Runde gegeneinander an. Neu ist, dass danach die Liga geteilt wird. Die ersten vier Mannschaften spielen im Modus „best of three“ den Regionalligameister aus, der ein direktes Aufstiegsrecht in die Oberliga Süd erhält. Die Mannschaften auf den Plätzen fünf bis neun spielen eine Pokalrunde aus, bei der jede Mannschaft einmal auf  jede andere Trifft (Halbfach-Runde). Sowohl Meister als auch Pokalsieger sollen spätestens am zweiten Aprilwochenende 2017 feststehen.

Für den EVR bedeutet dies, dass es nach Abschluss der Hauptrunde in jedem Fall weitere Spiele gibt und das Team auch mindestens ein Heimspiel mehr als in der Vorsaison bestreiten kann. Gegner des EVR in der Regionalliga sind wieder Serienmeister Eisbären Heilbronn, der EHC Zweibrücken, der Schwenninger ERC, der Stuttgarter EC, die Baden Rhinos aus Hügelsheim, der EC Eppelheim, die Amateure der Bietigheim Steelers unter Leitung ihres erst 23 Jahre alten neuen Trainers Dennis Weidenbach sowie der EHC Freiburg.l

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren

Jun
07

Jiri Kunce übernimmt das EVR-Regionalligateam

Jiri Kunce kehrt zum EV Ravensburg zurück und übernimmt als Trainer in der kommenden Saison die  Mannschaft des Vereins in der Regionalliga Südwest. Vielen Ravensburger Eishockeyfans ist der Abwehrorganisator mit der Nummer 44 noch vom St. Christinahang und der Anfangszeit in der Eissporthalle in bester Erinnerung. Sein Alter entspricht mit 44 nun der einstigen Rückennummer. Mit seiner großen Erfahrung soll er das junge EVR-Team weiterentwickeln. Bereits in den ersten Gesprächen mit dem Vorstand hat er gezeigt, dass er sich unverändert mit dem EVR identifiziert und nichts von seiner professionellen Einstellung verloren hat.

Jiri Kunce spielte für Kaufbeuren und Nürnberg in der DEL, bevor er über den ERSC Amberg 2001 zum EVR stieß. In 181 Spielen stand er bis 2005 für Ravensburg auf dem Eis, bis er nach Bad Wörishofen und 2008 zum EV Lindau ging. In Lindau war er maßgeblich am Aufstieg der Islanders, des heutigen Kooperationsvereins des EVR, in die Bayernliga beteiligt und spielte bis 2013 in der höchsten bayerischen Klasse. Danach war er als Spielertrainer für die Spielgemeinschaft TV Lindenberg/EV Lindau 1b in der Bezirksliga verantwortlich.

Mit der Verpflichtung von Jiri Kunce bleibt der EVR-Vorstand seiner Linie treu, auch in seinem Trainerteam auf Verpflichtungen von außen möglichst zu verzichten und stattdessen auf bewährte Leute aus Verein und Region zu setzen. Ein großer Dank gilt in diesem Zusammenhang Alexander Rusch, der sich in der vergangenen Saison neben seiner Arbeit als hauptamtlicher Jugendtrainer auch um das Regionalligateam gekümmert hat. Der letzte Platz täuscht darüber hinweg, dass die mit vielen Rückkehren und noch wenig erfahrenen Spielern aus dem Nachwuchs besetzte Mannschaft couragiert auftrat und in vielen Begegnungen auf Augenhöhe mit dem Gegner spielen konnte.

Mit dem Einstieg des EVR in das „Fünf-Sterne“-Ausbildungskonzept des DEB muss sich Alexander Rusch ganz auf die Entwicklung der Jugendarbeit konzentrieren und wäre mit der Doppelfunktion der letzten Saison zu stark belastet. Jiri Kunce soll die positive Entwicklung, die Rusch eingeleitet hat, nun fortsetzen. Er kann dabei auf den Stamm der Mannschaft der vergangenen Saison sowie auf den einen oder anderen Rückkehrer bauen. Ob Kunce nochmals selbst als Spieler aufs Eis geht, muss sich weisen. Bereit dazu hat er sich ohne Wenn und Aber erklärt. So, wie man ihn kennt.

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren

Feb
01

Wieder mehr drin als nur ein Punkt

Dank eines erneuten Punktgewinns gegen den Tabellenvierten Bietigheim hat der EVR die „rote Laterne“ in der Regionalliga Südwest an den EHC Freiburg abgegeben. Die Freude darüber war allerdings etwas gebremst, denn auch in diesem Spiel wäre mehr drin gewesen als das eine Pünktchen am Ende. Mit 5:3 führte der EVR und musste in der Schlussphase einmal mehr zwei unglückliche Treffer hinnehmen.

Selbstbewusst ging der EVR ins Spiel, obwohl ihm verletzungs- oder berufsbedingt, gesperrt oder wegen Abstellungen ins Jugendteam ein halbes Dutzend Stammspieler, darunter die halbe Abwehr, fehlte. Beim EVR hatte man sich entschlossen, die fürs Jugendteam spielberechtigten Cracks beim  wichtigen Bayernliga-Spiel in Nürnberg einzusetzen. Dafür kehrte Spielertrainer Alexander Rusch zurück aufs Eis und kämpfte buchstäblich bis zur Erschöpfung.

Dass sein dezimiertes Team gegen den Favoriten so gut aussehen würde, hatte er selbst nicht erwartet. Schon nach zwei Minuten hieß es 1:0 durch Verteidiger Louis Delsor nach einer mustergültigen Kombination über Denis Adebahr und Simon Klingler. Alexander Rusch und erneut Adebahr setzten zwei Minuten später Simon Klingler in Szene und es hieß sogar 2:0. Ravensburg hatte Chancen zum dritten Treffer, vergab aber auch beste Möglichkeiten. So nutzte Bietigheim eiskalt seine Gelegenheiten in der 15. Und 20. Minute zum Pausenstand zum 2:2. Bereits zuvor hatte es eine kitzlige Szene gegeben, als die Scheibe an die Unterkante der Latte prallte, die Schiedsrichter den Puck aber nicht im Tor sahen.

Regionalliga: EVR-Bietigheim 5:6 n.P. Der EVR zeigte sich von den Gegentreffern unbeeindruckt und setzte Bietigheim im zweiten Drittel erneut unter Druck. Der quirlige Philipp Heckenberger, von seinen Gegenspielern kaum zu bremsen, sorgte mit spektakulären Auftritten in der 28 und in der 31. Minute erneut für eine Zwei-Tore-Führung. Bietigheim aber kam in dieser Phase immer stärker auf und zeigte, dass man keinesfalls die Punkte in Ravensburg liegen lassen wollte. Erneut war es knapp vor der Pausensirene, als der Tabellenvierte zuschlug. Fünf Sekunden waren noch zu spielen, als bei doppelter Überzahl die Scheibe millimetergenau im Lattenkreuz zum 4:3 einschlug.

Wieder zeigte sich der EVR unbeeindruckt und kam der 48. Minute zum 5:3. Simon Klingler fälschte einen Schuss von Thomas Spieß ins Tor ab. Mit zunehmender Spieldauer musste der nur mit zwölf Feldspielern agierende EVR aber dem Tempo Tribut zollen. Bietigheim schnürte die Oberschwaben teilweise minutenlang ein. Am Ende aber waren es zwei unglückliche Treffer, die der Partie noch eine Wendung gaben. In der 50. Minute setzte sich Haiko Hirsch trotz Bedrängnis durch und verwandelte ins kurze Eck. In der 55. Minute dann die ärgerlichste Szene des Spiels: Verteidiger und Torhüter hätten auf Seiten des EVR klären können, doch lachender Dritter war der Bietigheimer Willi Gross, der sich die Scheibe schnappte und versenkte.

Im Penaltyschießen vergaben alle EVR-Schützen, während Bietigheim zwei Mal traf.

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren