Okt
25

EVR gelingt in Zweibrücken fast die Überraschung

EHC Zweibrücken - EVR 8:7

Dem Regionalligateam des EVR wäre beim Tabellenführern EHC Zweibrücken beinahe eine faustdicke Überraschung gelungen. Nach einer bravourösen Leistung verlor Mannschaft knapp mit 7:8 und hätte einen Punkt beim letztjährigen Finalisten durchaus verdient gehabt.

Lukas Srnka sorgte zunächst in der 15. Minute für die Zweibrücker Führung, doch der EVR kam mit einem Doppelschlag von Joshua Eckmann in der 19. und in Überzahl mit der Pausensirene in der 20. Minute zurück. 2:1 führte der EVR zur ersten Pause, und das scheuchte die „Hornets“ gewaltig auf. Im zweiten Drittel brachten sie mit einem Sturmlauf den EVR von der einen Verlegenheit in die andere, erzielten fünf Treffer und hatten beim Zwischenstand von 6:2 das Spiel praktisch entschieden.

Doch der EVR steckte nicht auf und profitierte im letzten Abschnitt von den Undiszipliniertheiten der Gastgeber. Zunächst erhöhte Zweibrücken auf 7:2, doch kurz danach markierte Eckmann seinen dritten Treffer zum 7:3. Kapitän Dominik Fehr nahm sich daran ein Vorbild und versenkte die Scheibe seinerseits drei Mal hintereinander im Tor der „Hornets“. Bei den beiden letzten Treffern war Ravensburg mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Das Spiel schien zu kippen, doch Tom Tracy erzielte in der 49. Minute das 8:6. Noch einmal kam der EVR in der 57. Minute durch Eckmanns vierten Treffer heran, doch zum Ausgleich reichte es nicht mehr.

EVR-EHC Heilbronn 0:9

Zwei Tage zuvor war der EHC Heilbronn in Ravensburg die klar bessere Mannschaft gewesen, aber die 0:9-Niederlage des EVR fiel um ein paar Tore zu hoch aus. Die „Eisbären“ erwiesen sich als eiskalt im Nutzen ihre Torchancen, während sich die  Oberschwaben für einen couragierten Auftritt einmal mehr nicht belohnen konnten.

Die ersten Minuten gehörten den Oberschwaben. Einen Schuss aus kurzer Distanz von Ludwig Valenti parierte Gästetorhüter Tobias Amon glänzend, bei einem Abschluss von Marius Breuer hatte er wenig später das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Aber Amon gehört nicht umsonst seit Jahren beständig zu den besten Goalies der Liga. Heilbronn hatte noch nicht ein einziges Mal ernsthaft aufs EVR-Tor geschossen, als es die erste Strafzeit gegen Ravensburg gab. Prompt nutzten die Eisbären diese Möglichkeit. Der Schuss von der blauen Linie schlug in der 7.Minute knapp neben dem Pfoste ein. Gut eine Minute später war der EHC mit einem Schlenzer aus spitzem Winkel erfolgreich. Zwei Chancen, zwei Tore, während der EVR die Scheibe einfach nicht in des Gegners Gehäuse unterbringen konnte, damit waren die Weichen schon gestellt. Mit zwei Gegenstößen in der 14. Und 19. Minute gegen die weit aufgerückten EVR-Reihen stellten die Eisbären das Ergebnis sogar auf 0:4.

 

In der 30. Minute hatte Andre Martini bei einem Break in Unterzahl eine gute  Gelegenheit auf der Schläger, doch erneut parierte Amon glänzend. Heilbronn kontrollierte nun die Partie und erhöhte  in der 32. Minute sowie mit einem Doppelschlag in der 37. und 38. Minute auf 0:7. Damit war man beim Serienmeister wohl der Meinung, ein standesgemäßes Ergebnis erreicht zu haben, das im letzten Drittel verwaltet werden konnte. Der EVR drängte auf den Ehrentreffer, für den es wahrlich genug Chancen gab. In der 52. Minute etwa nahm Kapitän Dominik Fehr Maß, doch der Puck klatschte an den Pfosten. Gegen einen in den Schlussminuten resignierenden EVR kamen die Gäste noch zu zwei Treffern.

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren

Okt
17

Gegen routinierte "Rhinos" fehlt das Schussglück

Regionalliga: EVR-Hügelsheim 2:5

Gegen die routiniert und clever auftretenden Baden Rhinos aus Hügelsheim hat der EV Ravensburg in der Regionalliga mit 2:5 verloren. Nach einem klaren 0:3-Rückstand zur ersten Pause kam der EVR zwar nochmals heran, schaffte es aber nicht mehr, das Spiel zu drehen.

Die Partie begann mit zwei guten Chancen für den EVR, doch zeigte sich bereits hier, was das erste Drittel insgesamt prägte: Der EVR spielte auf Augenhöhe, schaffte es aber nicht, die Scheibe im Tor unterzubringen. Anders  die Gäste. Die erste Überzahl nutzten sie in der 5. Minute zur Führung durch Mathieu Fleury. Drei Minuten später war es wiederum Fleury, der das 0:2 erzielte. Einer Einzelleistung von Frederik Duhamel, der bei Hügelsheim gewohnt souverän die Fäden zog, entsprang das 0:3 in der 15. Minute. Der EVR hatte in der Schlussminute des Drittels die Chance, nochmals heranzukommen. Doch zwei Schüsse zischten kurz hintereinander um Zentimeter am Pfosten vorbei. Der Gästetorhüter hätte in beiden Situationen keine Chance gehabt.

Im zweiten Drittel schien das 0:4 durch Rouben Siel bereits die Entscheidung zu bedeuten. Man musste sogar die Angst haben, dass es erneut ein ganz bitterer Abend werden könnte. Doch eine Fünf-Minuten-Strafe gegen Hügelsheim brachte den EVR zurück ins Spiel. Philipp Heckenberger nahm sich ein Herz, ging alleine durch und schoss in der 26. Minute zum 1:4 ein. Der EVR ließ zwar weitere vier Minuten Überzahl ohne Treffer verstreichen, war aber nun wieder am Drücker. Verdienter Lohn  war in der 37. Minute das 2:4 durch Philipp Schniepp auf Vorlage von Philipp und Simon Heckenberger. Die badischen „Nashörner“ zeigten nun Wirkung und wankten. Kurz vor der zweiten Pausensirene setzte sich Simon Heckenberger durch und hatte die Chance zum Anschlusstreffer, doch er scheiterte am Gästetorhüter.

Im Schlussabschnitt kontrollierte wieder Hügelsheim über weite Strecken die Partie und zwang dem EVR sein Spiel auf. Die Oberschwaben steckten nicht auf, konnten sich jedoch nicht mehr entscheidend in Szene setzen. Nach dem 2:5 in der 45. Minute ließ sich Hügelsheim die drei Punkte nicht mehr nehmen. Drei Tore war der EVR übers gesamte Spiel gesehen eigentlich nicht schlechter gewesen und wurde entsprechend von den 200 Zuschauern mit Applaus verabschiedet.

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren

Okt
12

EVR gerät in Schwenningen im Mitteldrittel auf die Verliererstraße

Das Regionalligateam des EVR tut sich unverändert schwer. Gegen Schwenningen hielt das Team trotz eines Endergebnisses von 1:7 zwei Drittel lang passabel mit, geriet aber zur Mitte des Spiels durch drei Gegentreffer innerhalb von drei Minuten auf die Verliererstraße.

Wie zuletzt gegen Bietigheim musste der EVR einen schnellen Gegentreffer hinnehmen. Schon nach einer Minute gingen die Gastgeber durch Stefan Schäfer in Führung. Danach aber hielten die Oberschwaben ihren Kasten ein Drittel lang sauber. Zupass kam ihnen, dass es keine Strafzeit gab. Allerdings blieben auch zwei eigene Powerplays ungenutzt.

In der 26. Minute erhöhte Dennis Böhm für Schwenningen auf 2:0. Kurz danach wanderte erstmals ein Ravensburger in die Kühlbox und prompt nutzten die Gastgeber ihre erste Überzahl in der 30. Minute zum 3:0 Nur zwei Minute später führte die zweite Strafzeit des EVR zum nächsten Überzahltor und damit zum 4:0 in der 32. Minute. Nun war ein Bruch im Spiel und Schwenningen kam in der 33. Minute sogar noch zum fünften Treffer. Mit dieser kurzen Schwächephase und einem Drittelergebnis von 4:0 für den ERC war die Partie gelaufen.

Im Schlussabschnitt erhöhte Schwenningen in der 43. Minute auf 6:0 und spielte die Partie nun im Gefühl eines sicheren Sieges herunter. Aufregung nochmals in der 54. Minute, als ein Schwenninger mit dem Stock seinen Gegenspieler verletzte und konsequenterweise zum Duschen durfte. Als wenig später auch noch ein zweiter Akteur der Gastgeber eine Strafe bekam, nutzte Fabio Valenti die Überzahl in der 59. Minute zum Ehrentreffer. Joschua Eckmann und Marius Breuer waren die Vorbereiter. Nur noch statistischen Wert hatte ein Shorthander der Schwenninger in der gleichen Spielminute zum 7:1 Endstand.

Beim EVR gilt die Konzentration nun dem nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag um 18 Uhr gegen Hügelsheim. Die Ravensburger, das zeigt sich schon in dieser frühen Phase, sind als Team mit ausschließlich einheimischen Spielern Außenseiter in dieser Liga und müssen darauf setzen, dass die eine oder andere Überraschung gelingt.

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren

Sep
27

Regionalliga Südwest: EVR bestreitet erstes Heimspiel gegen Bietigheim

Der EV Ravensburg bestreitet am Sonntag, 2. Oktober, um 18 Uhr sein erstes Heimspiel der neuen Saison in der Regionalliga Südwest. Gegner ist die 1b der Bietigheim Steelers, die im vergangenen Jahr eines der Spitzenteams der Liga gewesen ist. Umso überraschender kam im ersten Spiel eine 1:4-Niederlage zu Hause gegen die „Hornets“ aus Zweibrücken. Bietigheim hat also in Ravensburg eine Scharte auszuwetzen.

Das Ravensburger hat beim 2:6 in Stuttgart einen guten Eindruck hinterlassen, steht aber erneut vor einer sehr schweren Saison. Den ersten Paukenschlag hat es in der Regionalliga schon vor dem Eröffnungsbully gegeben: Der EHC Freiburg hat seine Meldung zurückgezogen, da er keine ausreichend spielstarke Mannschaft ins Rennen schicken konnte. Damit fehlt ein Team, mit dem sich der EVR durchaus auf Augenhöhe gesehen hätte.

Eine Problematik der Regionalliga wird einmal mehr offenkundig. Für die zweiten Mannschaften der DEL 2-Standort wird es immer schwerer, gegen die Vereine aus dem Mittleren Neckarraum und aus Nordbaden konkurrenzfähig zu bleiben. Die Werberechte in den Hallen liegen an den großen Standorten fast ausschließlich bei den Profi-GmbH’s. Einnahmen sind für die Amateurteams nur in beschränktem Maße zu generieren, die Verpflichtung erfahrender Akteure von außen damit praktisch unmöglich. Seitdem Heilbronn bereits vor zwei Jahren die Liga verlassen hat, ist auch kein Team mehr aufgestiegen. Erschwerend für den EVR kommt hinzu, dass er mit weitem Abstand die höchsten Reisekosten in der Liga hat, da kein anderes Team regelmäßig solche Entfernungen zurücklegen muss.

Dennoch bleibt der EVR seiner Linie treu, den eigenen Spielern in der Regionalliga eine Plattform zu geben, um auch nach der Zeit in den Nachwuchsteams ihren Sport auf Leistungsniveau betreiben zu können. Konsequent ist man bei der Linie geblieben, kein Geld in Zukäufe zu stecken, sondern auf die eigenen jungen Spieler zu sehen. Verstärkung kam dabei mit Joshua Eckmann aus Freiburg. Er studiert im Schussental und passt damit auch ins EVR-Profil. In Stuttgart hat er schon bewiesen, dass er für das Team eine Verstärkung sein kann.

Trainiert wird das EVR-Regionalligateam in dieser Saison von Jiri Kunce, in der Ravensburger Eishockeyszene ein klangvoller Name. Alexander Rusch, der im letzten Jahr in der Regionalliga viel Aufbauarbeit zu leisten hatte, muss sich entsprechend der Anforderungen des DEB-Nachwuchskonzeptes voll auf die Jugend konzentrieren. Deshalb war der EVR dankbar, als sich Jiri Kunce bereit erklärte, neu ins Trainerteam des Vereins zu kommen.

Beim EVR hofft man darauf, dass wieder viele Fans die Anstrengungen des Teams und des Vereins honorieren zu die Spiele verfolgen. Die Eintrittspreise für Zuschauer ab 18 Jahren bleiben mit fünf Euro für Nichtmitglieder und 3 Euro für EVR-Mitglieder  gegenüber der Vorsaison unverändert.

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren