Jan
20

Regionalliga: Dämpfer für den EVR beim 3:5 in Hügelsheim

Die Hoffnungen des Regionalligateams des EV Ravensburg, doch noch in die Playoffs einzuziehen, haben mit einem 3:5 in Hügelsheim einen erneuten Dämpfer erhalten. Dennoch haben es die Oberschwaben in den kommenden beiden Heimspielen am Sonntag, 25. Januar, um 18 Uhr gegen Stuttgart und am Freitag, 30. Januar, um 20 Uhr gegen Freiburg noch selbst in der Hand, Platz acht zu erobern. 

Einen ersten Rückschlag musste der EVR bereits vor dem Anpfiff hinnehmen. Kapitän Dominik Fehr war zwar mit nach Nordbaden gefahren, konnte aber wegen einer Erkrankung nicht auflaufen. In der Abwehr wurde er schmerzhaft vermisst. Dennoch begann der EVR vor 700 Zuschauern  druckvoll, musste jedoch in der 6. Minute die Führung der Baden Rhinos hinnehmen. In der 13. Minute nutzte Verteidiger Stefan Wissenbach eine Überzahl zum Ausgleich.  

Ravensburg hatte danach die besseren Möglichkeiten, versäumte es aber wie schon so oft in dieser Saison, die Scheibe im Tor unterzubringen. Anders Hügelsheim. Kapitän Cedrick Duhamel schob mit der Pausensirene den Puck zum 2:1 über die Linie. Die Gastgeber spielten zu diesem Zeitpunkt in Überzahl.

Auch der Mittelabschnitt ging an Hügelsheim. Math Fleury stellte mit zwei Treffern in der 32. Und 37. Minute jeweils in Überzahl die Weichen auf Sieg. Der EVR blieb aber dran und kam durch Christian Alber in der 38. Minute zum 4:2. Die Gastgeber reklamierten ein Schlittschuhtor, doch der Schiedsrichter gab den Treffer.

Im Schlussabschnitt sorgte Noel Johnson mit dem 5:2 in der 43. Minute für eine Vorentscheidung. Stefan Wissenbach, der zwischenzeitlich nach einem Schuss ins Gesicht blutend vom Eis musste und dann wieder zurückkehrte, sorgte mit seinem zweiten Treffer bei doppelter Überzahl in der 52. Minute für das 5:3. Mehr war an diesem Abend nicht mehr drin. 

Strafen: Hügelsheim 16 + 10; EVR 18

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren

Jan
13

EVR-Schwenningen 2:0: Wichtige Punkte im Kampf um den Playof-Platz in der Regionalliga

Das Regionalligeateam des EV Ravensburg hat den ERC Schwenningen mit 2:0 geschlagen und damit seinem neuen Spielertrainer Alexander Rusch gleich im ersten Spiel ein Erfolgserlebnis beschert. Der EVR hat die rote Laterne in der Regionalliga Südwest mit dem Erfolg an den punktgleichen EHC Freiburg abgeben können. Zugleich ist der EVR bis auf zwei Punkte an Schwenningen herangerückt und hat damit wieder eine realistische Chance, die Playoffs doch noch zu erreichen. 

Der EVR entwickelte von Beginn an viel Druck aufs gegnerische Tor und erwischte einen Start nach Maß. In der 7. Minute zog Dennis Retzer vom Bullypunkt aus nach innen und schoss platziert zum 1:0 ein. Nur zwei Minuten später schon wieder Jubel im Ravensburger Lager. Die Oberschwaben belagerten förmlich das Tor der Fire Wings. Nach mehrere vergeblichen Schussversuchen lief die Scheibe über Christian Alber und Dominik Fehr zu Philipp Heckenberger, der sich die Gelegenheit aus spitzem Winkel nicht entgehen ließ. 

Die ersten zehn Spielminuten hatte der EVR alles im Griff. Dann aber leistete sich Verteidiger Marian Eisenbarth ein unglückliches Foul an der Bande und musste vom Eis. Der EVR fing sich in dieser Phase zusätzlich noch drei kleine Strafen ein, so dass man bis zum Pausenpfiff praktisch ständig in Unterzahl war. Torhüter Constantin Haas wuchs bereits jetzt über sich hinaus und brachte die Schwenninger bis zum Schlusspfiff mit zum Teil unglaublichen Reflexen zur schieren Verzweiflung. 

Im zweiten Drittel drängte Schwenningen vehement auf den Anschlusstreffer. Der EVR konterte aus einer stabilen Defensive heraus und hatte trotz geringerer Spielanteile die klareren Chancen. Zweim Mal Alexander Rusch sowie Simon Heckenberger scheiterten aber an dem ebenfalls vorzüglich aufgelegten Schwenninger Goalie Fabian Hoppe. Glück hatte der EVR in der 34. Minute, als die Gäste nur den Pfosten trafen. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff leistete sich die Schwenningen die ersate Strafzeit und danach kurz hintereinander zwei weitere. Der EVR konnte aber auch die doppelte Überzahl nicht zum wichtigen dritten Treffer nutzen. 

Im Schlussabschnitt war der EVR ganz auf die Sicherung des Vorsprungs bedacht. Das Spiel verkrampfte zusehends, Nervosität war spürbar. Der Schwenninger Anschlusstreffer lag mehrfach in der Luft, doch ein überragender Haas und eine aufopferungsvoll kämpfende Ravensburger Mannschaft ließen nichts zu. Eng wurde es, als Alexander Rusch, an dem zuvor ein klares Foul in ausichtsreicher Position nicht geahndet worden war, in der 54. Minute für 2+2 Minuten auf die Strafbank wanderte und zudem noch eine Diszplinarstrafe aufgebrummt bekam. Der EVR überstand auch diese kritische Phase.  

Zwei Minuten vor dem Ende nahm Schwenningen den Torhüter vom Eis und prompt landete der Puck im Ravensburger Gehäuse. Das Schiedsrichtergespann hatte jedoch ein Torraumabseits erkannt und gab den Treffer nicht. Beim Schlusspfiff hatte endlich einmal der EVR in einem engen Spiel das bessere Ende für sich. Der Sieg des EVR war insgesamt gesehen glücklich, aber gemessen am Einsatz, den das Team zeigte, nicht unverdient. 

Nun heißt es für das Team um Alexander Rusch, seine letzte Chance auf die Playoffs wahrzunehmen. Zunächst geht es am kommenden Wochenende zum schweren Auswärtsspiel nach Hügelsheim. Danach hat der EVR am 25. Januar mit Stuttgart und am 30. Januar mit Freiburg zwei Teams zu Gast, gegen die wichtige Punkte auf jeden Fall in Reichweite sind. Gut möglich, dass eine endgültige Entscheidung erst mit dem letzten Auswärtsspiel am 1. Februar in Zweibrücken fällt. 

Strafen: EVR 23 + 20 + 10; Schwenningen 8 + 10

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren

Jan
05

Eisbären Heilbronn-EVR 6:4: Beim Tabellenführer wacker geschlagen

Wieder mal Lob selbst vom Gegner, aber erneut keine Punkte. Der EVR schafft es in der Regionalliga Südwest einfach nicht, die knappen Spiele für sich zu entscheiden. Nur mit 4:6 ging das Gastspiel beim souveränen Tabellenführer Eisbären Heilbronn verloren und Eisbären-Coach Kai Sellers konstatierte: „Ravensburg hat sehr gut gespielt und es war uns schon im Voraus klar, dass wir uns nicht von ihrer Tabellenposition blenden lassen dürfen.“ 

Der Tabellenführer erwischte einen Start nach Maß. Neuzugang Andrej Kaufmann, der auch bereits für Ravensburg die Schlittschuhe schnürte, staubte schon nach 81 zum 1:0 ab. Der EVR hatte gegen die spielbestimmenden Heilbronner aber die richtige Antwort parat und kam in der 4. Minute mit dem ersten ernsten Angriff zum Ausgleich durch Kapitän Dominik Fehr. In der 9. Minuten deuteten die Eisbären aber innerhalb von nur 44 Sekunden an, wie die Punkte am Ende des Tages verteilt werden würden. Zunächst traf Alexander Hackert zum 2:1, danach Milan Liebsch, auch er Ex-Ravensburger, zum 3:1 

Der EVR aber blieb dran und kam in der 23. Minute durch Dennis Retzer zum Anschlusstreffer. Pascal Schoofs und Benjamin Borzicek sorgten aber sofort wieder für einen beruhigenden 5:2-Vorsprung aus Sicht der Hausherren. 

EVR-Coach Mike Muller wechsele danach den Torhüter. Constantin Haas hielt sein Team fortan mit teils unglaublichen Reflexen im Spiel. Und die einzige Strafe der Heilbronner in diesem Spiel nutzte Karl Valenti in der 32. Minute zum 5:3. Aufkommende neue Hoffnungen auf Seiten der Oberschwaben waren im Schlussdrittel aber schon nach 45 Sekunden dahin. Aus dem Gewühl heraus rutschte die Scheibe zum 6:3 ins Ravensburger Gehäuse. Der EVR mühte sich, kam ab er nur noch zum 6:4 in der 59. Minute durch das zweite Tor von Dennis Retzer.

 

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren

Dez
21

EVR-Bietigheim 3:5: Eine 3:0-Führung durch Strafen aus der Hand gegeben

 

Eine Überraschung gegen den Tabellendritten aus Bietigheim schien in Reichweite, doch am Ende musste der EVR nach 3:0-Führung mit 3:5 eine weitere bittere Niederlage einstecken. Verloren wurde das Spiel durch teils unglückliche Hinausstellungen auf der Strafbank. 

Der EVR erwischte einen Einstand nach Maß. Schon in der zweiten Minute klingelte es im Gehäuse der Gäste. Alexander Rusch war auf Vorarbeit von Stefan Wissenbach erfolgreich. Die Führung beflügelte die Hausherren sichtlich. Sie spielten aus einer sicheren Abwehr heraus mit viel Druck. Gregor Thoma gab bei seinem Debut der Mannschaft die erhoffte Sicherheit und hatte kurz nach dem Führungstreffer sogar die große Chance zum 2:0, scheiterte aber an Gästetorhüter Max Häberle. 

So dauerte es mit dem hoch verdienten zweiten Treffer bis zur 18. Minute. Patrick Mayer zog auf und davon, passte direkt vor dem Tor überlegt zum mitgelaufenen Simon Heckenberger, der keine Schwierigkeit mehr hatte, zu vollenden. In der Schlussminute des ersten Drittels kam es sogar noch besser und es folgte der eigentliche Einstand von  Gregor Thoma. Das insgesamt dritte Powerplay zog der EVR mit gekonntem Passspiel auf, die Scheibe lief über Philipp Heckenberger und Dominik Fehr zu Thoma, der den Puck zentimetergenau ins lange Eck zirkelte. 

Ein Erfolgsrezept des ersten Drittels war gewesen, dass sich der EVR komplett von der Stafbank ferngehalten hatte. Das sollte sich im zweiten Abschnitt ändern. Mit einer Attacke gegen  Dennis Retzer in der 25.Minute begann das Unheil seinen Lauf zu nehmen. Den Rempler des Bietigheimers wertete der Schiedsrichter nicht als Foul, wohl aber das Nachschlagen des Ravensburgers. Eine halbe Minute später wanderte ein weiterer EVR-Crack wegen Beinstellens in die Kühlbox. Bietigheim spielte die doppelte Überzahl clever aus und verkürzte durch Dirk Wrobel auf 1:3.  

Der EVR war noch nicht wieder komplett, da gab es die nächste Strafe. Das Wegschieben des Gegners vor dem eigenen Tor wertete der Schiedsrichter als Ellenbogencheck durch Stefan Wissenbach. Wieder doppelte Unterzahl, wieder nutzte Bietigheim die Chance und schoss durch Timo Heintz den Schluss zum 2:3.  

Wenigstens rettete der EVR ins Schlussdrittel noch eine knappe Führung, die aber nur noch vier Minuten lang Bestand hatte. Bietigheim war nun in dieser entscheidenden Phase des Spiels eindeutig das bessere Team, spielte erneut in Überzahl und nutzte zum dritten Mal das Powerplay. Das EVR-Team war durch den Ausgleich  völlig verunsichert, wirkte in der Folgeszene unsortiert und kassierte prompt nur eine halbe Spielminute nach dem 3:3 das 3:4. Der EVR kämpfte sich zurück ins Spiel, belagerte phasenweise das Gästetor und hatte durch Fehr, Rusch und Philipp Heckenberger beste  Chancen zum Ausgleich. Doch in der 57. Minute folgte der endgültige k.o. Nach einem unglücklichen Wechsel auf Ravensburger Seite hatte Dominik Albrecht freie Bahn und schoss zum 3:5 ein.  

Was blieb, war einmal mehr Lob für einen couragierten Auftritt, aber auch die Erkenntnis, dass dies nur eineinhalb Drittel lang nicht reicht.  

Strafen: EVR 16, Bietigheim 16 + 10

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren