Feb
12

Zweite Play-off-Begegnung: Der EVR will die EIsbären ins dritte Spiel zwingen

Das Regionalligateam des EV Ravensburg bittet den hohen Meisterschaftsfavoriten EHC „Eisbären“ Heilbronn zur zweiten Play-off-Begegnung. Das Spiel am Samstag (14. Februar) um 17 Uhr ist sicher der vorläufige Saisonhöhepunkt für das in dieser Saison neu zusammengestellte Ravensburger Team.  

Das erste Spiel endete vor Wochenfrist nach dramatischem Verlauf mit 6:5 für Heilbronn. Gewinnen die „Eisbären“ auch in Ravensburg, stehen sie in der Serie „best of three“  bereits im Halbfinale. Der EVR müsste sich auf die Qualifikationsspiele um den Klassenerhalt konzentrieren. Gewinnen die Oberschwaben, kommt es am Freitag nächster Woche in Heilbronn zum entscheidenden dritten Spiel. In dieses dritte Spiel will der EVR die Eisbären in jedem Fall zwingen. 

Für play-off-typische Spannung ist also gesorgt. Der EVR hat in allen drei bisherigen Begegnungen dieser Saison bewiesen, dass er in der Lage sein könnte, dem Titelverteidiger und auch in diesem Jahr klaren Meisterschaftsfavoriten ein Bein zu stellen. Im ersten Play-off-Spiel hatten nur drei Minuten dazu gefehlt.  

Heilbronn muss mit dem Handycap nach Ravensburg reisen, gleich auf vier Feldspieler aus den Stammformationen verzichten zu müssen. Darunter ist auch der langzeitverletzte Ex-Ravensburger Andrej Kaufmann.  Zuschauen muss zudem noch einmal der gesperrte Stammtorhüter Kevin Yeingst. Ein anderer Ex-Ravensburger, Milan Liebsch, wird dagegen für Heilbronn an alter Wirkungsstätte aufs Eis gehen. In den Griff bekommen müssen die Ravensburger aber vor allem zwei Akteure, die das erste Spiel fast im Alleingang entschieden haben: Axel Hackert und Igor Filobok. Die beiden Routiniers verfügen über große Erfahrung aus vielen Jahren in der Oberliga und in der zweiten Liga, Hackert sogar mit Stationen in der DEL. 

EVR-Spielertrainer Alexander Rusch kann im Gegensatz zu seinem Gegenüber Kai Sellers  aus dem Vollen schöpfen und hofft natürlich darauf, dass der Dienstplan zulässt, dass auch Gregor Thoma auflaufen kann. Aber auch ohne ihn hat sich das junge EVR-Team in Heilbronn hervorragend geschlagen. Ermutigend vor allem, dass die Mannschaft in den letzten Spielen wieder vermehrt ins Tor getroffen hat, was die ganze Saison über bislang das entscheidende Manko gewesen ist. 

Es könnte etwas drin sein für den EVR in diesem zweiten Play-off-Spiel. Allerdings braucht sich niemand die Hoffnung zu machen, dass Heilbronn den Gegner unterschätzen könnte, nur weil es die Oberschwaben in der Hauptrunde mit Ach und Krach erst im letzten Moment  noch auf Platz acht geschafft haben. „Das war ein Warnschuss zur rechten Zeit“, meinte Eisbären-Trainer Sellers nach dem schon verloren geglaubten ersten Match.

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren

Feb
12

Eishbären Heilbronn-EVR 6:5: In den letzten drei Minuten die große Überraschung verspielt

Playoff-Drama in Heilbronn: Das Regionalligateam des EVR stand kurz vor der großen Sensation, führte gegen den haushohen Favoriten Eisbären Heilbronn drei Minuten vor dem Ende mit 5:3 und gab das Spiel in einer unglaublichen Schlussphase doch noch mit 5:6 aus der Hand. Es war wohl die unglücklichste Niederlage überhaupt in dieser Saison. Es blieb nur ein Trost: Das Team von Spielertrainer Alexander Rusch hatte drei Drittel lang absolut auf Augenhöhe gespielt. Nun geht es am kommenden Samstag (14. Februar) um 17 Uhr zu Hause darum, Heilbronn in ein drittes Spiel zu zwingen. 

Die erste Playoff-Begegnung begann mit einer kalten Dusche für die Oberschwaben. Schon nach 52 Sekunden zappelte die Scheibe nach einem Schuss von Igor Filobok im Netz. Mehr aber ging für die Hausherren in diesem Drittel nicht mehr. Ravensburg verteidigte mit enormem Einsatz, mit 1:0 ging es in die Pause.  

Der zweite Abschnitt entwickelte sich so, wo man es sich im Ravensburger Lager vorgestellt hatte. In der 23. Minute bedienten Michael Waldherr und Adam Rudkovski ihren Stürmerkollegen Patrick Mayer, der zum Ausgleich einschoss. Nur eine Minute später schickten Dominik Fehr und Christian Alber Dennis Retzer auf die Reise, der zum 1:2 vollendete. Mit dem Ravensburger Doppelschlag war jedem im Stadion endgültig klar, dass dieses Spiel kein Selbstläufer für Heilbronn werden würde. Daran änderte auch der postwendende Ausgleich erneut durch Igor Filobok nichts. Vielmehr schoss Dennis Retzer mit seinem zweiten Treffer den EVR gut eine Minute vor der zweiten Pause erneut in Front. Wieder hatte Dominik Fehr die Vorarbeit geleistet. 

Es folgte ein Schlussdrittel, das in die Annalen eingehen wird. Axel Hackert, der an fünf der sechs Heilbronner Treffer beteiligt war, glich zunächst aus. Das war aber nicht die Wende. Alexander Rusch gelang nach einem Schuss an den Schlittschuh eines Gegenspielers ein glücklicher Treffer zum 3:4. Louis Delsor und Julian Tischendorft wurden die Assists zugeschrieben. Wieder Morgenluft witterten die Gastgeber, als der EVR in der 48.Minute in doppelte Unterzahl geriet. Doch auch in dieser kritischen Situation hielt das Abwehrbollwerk der Oberschwaben mit einem  überragenden Jordi Buchholz im Rücken. Im Gegenteil erzielte Philipp Heckenberger nach einem Konter sogar in der 55.Minute das 3:5. Der große Erfolg lag zum Greifen nahe. Als schließlich auch noch der Heilbronner Torhüter Tobias Amon nach einem Schuss an den Hals liegenblieb, sahen die Gastgeber alle Chancen schwinden. 

Doch irgendwie war diese Szene ein Weckruf. Kaum stand der Torhüter wieder im Gehäuse, hämmerte Hackert die Scheibe von der blauen Linie aus zum 4:5 ins Ravensburger Netz. Noch knapp drei Minuten waren zu spielen. Die Uhr stand bei 1:15, als Sven Breiter die Scheibe irgendwie unter dem liegenden Jordi Buchholz hindurch ins Tor zum Ausgleich bugsierte. Heilbronn wollte nach dieser kaum mehr erhofften Wende noch mehr und warf alles nach vorne. Prompt hatte der EVR die Chance, das Spiel wieder zu drehen. Doch drei Ravensburger vergaben die Möglichkeit gegen den einzig noch vor ihnen stehenden Heilbronner Verteidiger zu hektisch. Der Gegenzug brachte die Entscheidung zugunsten von Heilbronn. Hackert bediente den völlig freistehenden Filobok, der 43 Sekunden vor dem Ende nur noch zum 6:5 einzuschieben brauchte.

Strafen: Heilbronn 6+10; EVR 12

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren

Feb
01

EVR zieht mit einem 10:2 gegen Freiburg in die Playoffs ein

Mit einem 10.2 gegen den direkten Konkurrenten EHC Freiburg hat sich das Regionalligateam des EV Ravensburg für die Playoffs qualifiziert. Gegner wird der Erstplatzierte nach der Hinrunde, die Heilbronner Eisbären sein. Sollte der EVR gegen die klar favorisierten Heilbronner das Viertelfinale nicht überstehen, hat er sich mit dem Erfolg gegen Freiburg zugleich eine deutlich bessere Position im dann anstehenden Kampf um den Klassenerhalt verschafft. 

Der EVR brauchte gegen Freiburg einen Sieg, um noch in die Playoffs einziehen zu können. Und er brauchte einen Erfolg mit vier Toren Unterschied, um in diesem Spiel auch bereits rechnerisch alles klar zu machen. An Letzteres glaubte eigentlich kaum jemand im Ravensburger Lager. Doch das Team um den überragenden Spielertrainer Alexander Rusch zeigte von der ersten Sekunde an, dass es an diesem Abend etwas reißen wollte. 

Mit einem Doppelschlag in der 6. Minute zeigte der EVR, wohin die Reise gehen würde. Zunächst war Michael Waldherr nach feiner Vorarbeit von Julian Tischendorf erfolgreich. Dann legte Waldherr für Louis Delsor zum 2:0 auf. Freiburg hielt dagegen und hatte bei einem Treffer an die Unterkante der Latte eine Riesenmöglichkeit zum Anschlusstreffer.  

Das zweite Drittel gehörte den beiden Routiniers im EVR-Angriff, Alexander Rusch und Gregor Thoma. Rusch war in der 25. Minute zum 3:0 erfolgreich, danach erhöhte Michael Waldherr mit seinem zweiten Treffer auf 4:0. Nun lag der erhoffte Sieg mit vier Toren Abstand plötzlich im Bereich des Möglichen. Thoma fälschte mit einem Kabinettsstückchen einen Schuss von Rusch zum 5:0 hoch ins Tor ab. Thoma wiederum bediente Rusch zum 6:0 und wenig später Dennis Retzer zum 7:0. Der Spielertrainer höchstpersönlich sorgte schließlich für das 8:0 und damit eigentlich schon für den sportlichen Schlusspunkt an diesem Abend. 

Das Spiel wurde zunehmend hektisch, geprägt durch zahlreiche Strafen und eine Hinausstellung gegen Freiburg. Auf Ravensburger Seite war man für den Rest des zweiten und dann auch im dritten Drittel bestrebt, die Partie nach Hause zu bringen. Erneut Rusch und Karl Valenti erhöhten für den EVR auf 10:0, ehe Freiburg in der Schlussphase mit zwei Treffern das Ergebnis noch etwas versöhnlicher gestalten konnte. 

Mit drei Siegen in den letzten vier Spielen hat der EVR damit sein Saisonziel Playoffs doch noch erreicht. Nach der Niederlagenserie um die Weihnachtszeit hatte zwischenzeitlich kaum mehr jemand daran glauben wollen. Nun aber war das über die ganze Saison hinweg schon gute und couragierte Auftreten des Teams mit Torerfolgen gekrönt. In dieser Verfassung ist der EVR für jeden Playoff-Gegner und ernsthafter Konkurrent und vielleicht doch für eine große Überraschung gut.

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren

Jan
28

EVR-Stuttgart 4:3: Schlussminute an Dramatik kaum mehr zu überbieten

Mit einem 4:3 Erfolg nach dramatischem Spielverlauf gegen den Stuttgarter EC hat das Regionalligateam des EV Ravensburg seine Playoff-Chancen gewahrt. Nun kommt es am Freitag, 30. Januar um 20 Uhr zu Hause zu einem echten Endspiel gegen den punktgleichen EHC Freiburg. 

Gegen Stuttgart begann der EVR mit viel Druck. Michael Waldherr sorgte in der 9. Minute für die hoch verdiente Führung. Dann lief es wie schon so oft. Der EVR ließ beste Chancen liegen und versäumte es, als klar besseres Team die Führung auszubauen. Das wurde prompt bestraft. 70 Sekunden vor der Pausensirene sah das gesamte EVR-Team andächtig zu, wie Adam Sykora durch die Reihen marschierte und am verdutzten Constantin Haas vorbei zum Ausgleich einschoss. 

Im zweiten Spielabschnitt kam Stuttgart mehr und mehr auf, blieb aber immer wieder an der sehr gut stehenden Ravensburger Defensive hängen. Umgekehrt lief die Scheibe in den Reihen der Einheimischen bei weitem nicht mehr so flüssig wie in Abschnitt eins. Das zweite Drittel endete torlos. Beide Teams hatten das Pulver für eine hoch dramatische Schlussphase trocken gehalten. 

Hier stellte zunächst der EVR die Weichen auf Sieg. In der 43. Minute staubte Youngster Julian Tischendorf in Überzahl direkt vor dem Tor zum 2:1 ab. Nur vier Minuten später sorgte bei erneuter Überzahl Gregor Thoma mit einem krachenden Schlagschuss für das 3:1. Stuttgart wirkte nur für kurze Zeit konsterniert. In der 51. Minute war es ausgerechnet der EX-Ravensburger Adrian Kolar, der seine ehemaligen Teamkollegen aus den Zeiten in der Junioren-Bundesliga mit dem 3:2 im Nachschuss in arge Nöte brachte.  

Stuttgart gewann immer mehr die Oberhand. Doch wie aus dem Nichts zog Simon Heckenberger in der 55. Minute auf und davon und drosch die Scheibe hoch ins kurze Eck des Stuttgarter Gehäuses. Zwei Minuten vor dem Ende aber kamen die Gäste aus der Landeshauptstadt erneut auf 4:3 heran. Und es sollte noch eine Steigerung geben. 57 Sekunden vor dem Ende musste Marian Eisenbarth nach einem Allerweltsfoul auf die Strafbank. Dominik Fehr entfuhr ein einsilbiger englischer Fluch, angesichts der Spielsituation verständlich. Der Schiedsrichter aber fühlte sich persönlich beleidigt und schickte auch den EVR-Kapitän in die Kühlbox. Stuttgart nahm den Torhüter vom Eis. Mit drei gegen sechs Feldspieler kämpfte der EVR den Sieg bravourös nach Hause.

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren