Sep
21

Nach starker Generalprobe misslingt die Premiere

Generalprobe stark, Premiere misslungen. Einem 5:3 im Testspiel gegen Winterthur folgte für das EVR-Regionalligateam ein ernüchterndes 5:8 im ersten Pflichtspiel der Saison beim ERC Schwenningen.

Die Schwenninger hatten vier komplette Reihen aufgeboten und begannen druckvoll. Zehn Spielminuten lang kam der EVR kaum aus dem eigenen Drittel heraus. Schon in der vierten Minute fiel die Führung für die Gastgeber durch eine Kombination der beiden Ausländer Haney Connor und Friedella Zachary. Die beiden drückten dem Spiel auch danach ihren Stempel auf. In der 6. Minute ließ Schwenningen bereits das 2:0 folgen.

In Minute 13 setzte dann der EVR ein erstes Ausrufezeichen. Julian Tischendorf war auf Vorarbeit von Johann Keller und Simon Klingler erfolgreich. In der 16. Minute kassierten die Oberschwaben ausgerechnet bei eigener Überzahl das 3:1. Acht Sekunden vor der Pausensirene konnte wieder das Team um Spielertrainer Alexander Rusch jubeln. Neuzugang Denis Adebahr verwertete einen Pass von Julian Tischendorf zum 3:2.

Das Mitteldrittel sollte man aus Ravensburger Sicht schnell vergessen. Innerhalb von sechs Minuten erzielte Schwenningen vier Tore. Drei Mal waren die Gastgeber dabei im Powerplay erfolgreich. Beim Stand von 7:2 war die Partie gelaufen.

Dass die Ravensburger dennoch hoch erhobenen Hauptes nach Hause fahren konnten, dafür sorgten sie in einem Schlussdrittel, in dem sich das Team nochmals aufbäumte. Alexander Rusch und Dominik Fehr bei doppelter Überzahl brachten die EVR wieder auf 7:4 heran. Schwenningen sorgte mit dem 8:4 in der 56. Minute dafür, dass endgültig nichts mehr anbrennen konnte. Der EVR verkürzte nur zwei Minuten später durch Andre Martini auf 8:5 und hatten 16 Sekunden vor dem Ende bei einem vergebenen Penalty sogar die Chance, das Ergebnis noch freundlicher zu gestalten.

Das Vorbereitungsspiel gegen Winterthur hatte der EVR tags zuvor zwei Drittel lang klar dominiert und führte zwischenzeitlich durch Tore von Patrick Botzenhardt, Simon Klingler, Simon Heckenberger und Denis Adebahr mit 4:0. Die Gäste aus der Schweiz kamen danach wieder auf 4:3 heran. Erneut Denis Adebahr sorgte in der 56. Minte mit dem 5:3 für die Entscheidung.

Nun gilt die ganze Konzentration des EVR der Heimpremiere am kommenden Samstag, 26. September, um 17 Uhr gegen den EHC Zweibrücken.

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren

Aug
28

In der zweiten Regionalligasaison richtet der EVR den Blick nach oben

Mit acht Neuzugängen bereitet sich die Regionalligamannschaft des EV Ravensburg derzeit intensiv auf die kommende Saison vor. Der EVR bleibt dabei seiner Linie treu, ein Team aufs Eis zu schicken, dessen Spieler ihre sportlichen Wurzeln allesamt in Oberschwaben haben. Schneller als in der Vorsaison will die Mannschaft um Spielertrainer Alexander Rusch und Kapitän Dominik Fehr in der Spielzeit 2015/16 Abstand zum Tabellenende gewinnen und vielleicht am Ende sogar ein Wörtchen um die Vergabe der Halbfinalplätze mitreden.

Erstmals vor heimischem Publikum tritt das EVR-Team am Samstag, 19. September, um 19 Uhr im Testspiel gegen Winterthur auf. Tags darauf steht mit dem Derby in Schwenningen das erste Pflichtspiel auf dem Programm. Zum ersten Heimspiel in der Regionalliga empfängt der EVR am Samstag, 26. September, um 18 Uhr den EHC Zweibrücken. Rund um dieses Spiel wird der EVR auch seine Nachwuchsteams vorstellen.

Nach einem Abstecher in die Deutsche Nachwuchsliga (DNL 2) nach Augsburg sind Verteidiger Marius Breuer und Stürmer Adrian Kirsch zum EVR zurückgekehrt. Beide durften im Training der Towerstars schon Profieishockeyluft schnuppern. Eine weitere Verstärkung im Angriff ist Andre Martini, der zuletzt für den EV Lindau in der Bayernliga auflief. In der Abwehr soll Adrian Kolar für weitere Stabilität sorgen. Er war in der Junioren-Bundesliga ein Leistungsträger des EVR. Denis Adebahr, ein weiterer Neuzugang, ist zwar kein waschechter Oberschwabe, passt aber ins regionale Konzept des EVR. Er stammt aus Oberstdorf, hat die Jugendmannschaften des ESV Kaufbeuren durchlaufen und danach für Kempten und Oberstdorf gespielt. Er absolviert in diesem Winter ein Praktikum in Aulendorf, hat beim EVR angeklopft und sportlich wie menschlich auf Anhieb überzeugt.

Die jungen Spieler müssen in der höchsten Spielklasse auf Landesverbandsebene Michael Waldherr, Christian Alber und Stefan Wissenbach ersetzen, die Beruf und Regionalliga-Eishockey nicht mehr unter einen Hut bringen konnten. Nicht mehr im Kader steht zu Saisonbeginn auch Gregor Thoma, der nach dem holprigen Saisonstart im letzten Jahr dem Team mit seiner Routine und Übersicht sehr geholfen hat. Die vier Spieler haben einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dass der Stammverein des Ravensburger Eishockey nach mehreren Jahren Pausen wieder an Seniorenteam erfolgreich an den Start bringen konnte.

Den größten Einschnitt beim EVR gibt es in der kommenden Spielzeit auf der Torhüterposition. Constantin Haas, als Stammtorhüter gesetzt, hat einen Studienplatz in Freiburg bekommen und wechselt deshalb in den Breisgau. Auf und neben dem Eis ist das für den EVR ein herber Verlust. Kaum vorstellbar, dass er  demnächst auf der Gegenseite im Gehäuse steht. Den Verantwortlichen bleibt nur die Hoffnung, dass auch „Consti“ in einigen Jahren zu den Rückkehrern zu seinem Heimatverein zählt. David Heckenberger, der Jugendtorhüter der letzten Saison, hat die Chance erhalten, sich in Kaufbeuren in der DNL  zu beweisen. Und Jordi Buchholz hat sich nach zwei Jahren in Ravensburg anders orientiert.

Auch in dieser Situation verzichtet der EVR auf teure Zukäufe von außen und setzt auf ein Rückkehrertrio: Maik Dibowski, in der Vorsaison bei Chemnitz in der Regionalliga Ost im Tor, Florian Kreft, zuletzt für Bietigheim und Pforzheim aktiv, sowie Markus Leiprecht, bis 2011 im Juniorenteam des EVR und seither in einer Hobbyliga auf dem Eis. Alle drei legen sich im Training mächtig ins Zeug und zeigen den Willen, ihrem aus gemeinsamen Jahren in der Jugend bestens bekannten Teamkameraden in der Regionalliga den Rücken freizuhalten.

Bleibt als bestens bekannter „Neuer“ noch Simon Klingler. Er steht als Nachwuchsspieler jetzt schon im zweiten Jahr im Kader der Towerstars. EVR-Trainer Alexander Rusch hofft, dass ihn Towerstarscoach Danny Naud das eine oder andere Mal als Verstärkung für das Regionalligateam abstellt.

Der Kader des EVR-Regionalligateams:

Tor: Maik Dibowski, Florian Kreft, Markus Leiprecht

Abwehr: Robin Urbaniak, Marius Breuer, Johann Keller, Dominik Fehr, Marian Eisenbarth, Adam Rudkovski

Sturm: Julian Tischendorf, Kenny Wolff, Thomas Spies, Andre Martini, Ludwig Valenti, Philipp Heckenberger, Dennis Retzer, Simon Heckenberger, Karl Valenti, Adrian Kirsch, Simon Klingler, Denis Adebahr, Alexander Rusch

Die Gegner

Der EVR trifft in Regionalligasaison 2015/16 auf den dreifachen Regionalligameister EHC Heilbronn, auf die 1b-Teams aus Schwenningen, Freiburg und Bietigheim sowie auf die Mannschaften aus Stuttgart, Zweibrücken, Eppelheim und Hügelsheim. Gespielt wird in einer Eineinhalbfach-Runde. Die besten vier spielen am Ende die Halbfinal-Playoffs aus. Die erste Playoff-Runde der besten acht wie in der Vorsaison entfällt.

Die Preise

Der Einzeleintritt kostet 5 Euro bzw. 4 Euro für EVR-Mitglieder und ermäßigte Karten (Jugendliche, Studenten, Azubis, Rentner).

Die Dauerkarte kostet bei zwölf garantierten Spielen in der Hauptrunde (zwei mehr als in der Vorsaison) 55 Euro sowie 35 Euro für Mitglieder. Die Dauerkarte schließt mögliche Playoff-Begegnungen ein.

EVR-Mitglieder haben den Einzeleintritt für drei Regionalliga-Begegnungen mit ihrem Mitgliedsausweis frei.

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren

Mär
04

EVR-Heilbronner EC: Sieg bedeutet Klassenerhalt

Matchball für das Regionalligateam des EV Ravensburg: Mit einem Sieg gegen den Heilbronner EC am Freitagabend könnten die Oberschwaben den Klassenerhalt perfekt machen. Anpfiff ist um 20 Uhr in der Ravensburger Eissporthalle. Das Team von Spielertrainer Alexander Rusch geht selbstbewusst, aber alles andere als übermütig in das vielleicht wichtigste Spiel der Saison. Der 4:0-Auswärtserfolg im ersten Aufeinandertreffen vor Wochenfrist in Heilbronn hat nicht nur die Führung in der Serie „best of three“ bedeutet. Der Erfolg war natürlich gut fürs Selbstbewusstsein, nachdem die Leistungskurve des EVR schon in den letzten Wochen beständig nach oben zeigte.

Zusätzliche Brisanz gewinnt die Partie durch die anderen Play-down-Ergebnisse in der Regionalliga vom vergangenen Wochenende. Der EHC Freiburg, Tabellenletzter in der Hauptrunde, hat völlig überraschend in Eppelheim mit 9:4 gewonnen. Neben den Siegern der drei Play-down-Begegnungen der ersten Runde ist auch der in der Hauptrunde bestplatzierte Verlierer bereits für die kommende Saison qualifiziert. Sollte Freiburg erneut gewinnen, wäre dies automatisch Eppelheim. Weder der EVR noch Heilbronn können sich also auf das Kalkül einlassen, auch im Falle einer Niederlage in ihrer Serie dem Play-down-Finale zu entgehen.

Entsprechend konzentriert werden die Cracks um Kapitän Dominik Fehr zu Werke gehen. Alle wissen schließlich noch, wie mühsam der 3:1-Erfolg in der Hauptrunde zu Hause gewesen ist. Damals stand mit Dustin Haloschan aus dem Kader der „Falken“ ein überragender Torhüter im Gehäuse des Heilbronner Stammvereins. Ob ihn die Gäste wieder mit im Aufgebot haben, wird eine der Fragen sein. Für Spannung ist also gesorgt.

Das EVR-Team hofft, dass sich am spielfreien Wochenende der Towerstars die Ravensburger Fans nicht „eishockeyfrei“ nehmen, sondern das Team beim Kampf um den Klassenerhalt nach Kräften unterstützen. Alle im Ravensburger Lager hoffen, dass es das letzte Saisonspiel ist.

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren

Feb
15

2:4 gegen Eisbären Heilbronn verloren: EVR scheidet hoch erhobenen Hauptes aus den Play-offs aus

Trotz einer 2:4-Niederlage gegen die Eisbären Heilbronn hat sich der EV Ravensburg hoch erhobenen Hauptes aus den Play-offs der Regionalliga Südwest verabschiedet. Die Oberschwaben verlangten dem Titelverteidiger und hohen Favoriten erneut alles ab. Nach einem 0:3 Rückstand waren sie darauf und dran, das Spiel mit einer tollen kämpferischen Leistung noch zu drehen, mussten sich aber am Ende der persönlichen Klasse und der reiferen Spielanlage der Heilbronner Leistungsträger beugen. An allen vier Toren der Gäste waren einmal mehr Aexel Hackert und Igor Filobok beteiligt, drei Mal leistete Abwehrroutinier Pascal Schoofs die Vorarbeit. 

Der EVR drängt auf das Tor, Heilbronn macht es. So lässt sich das erste Drittel zusammenfassen. Ravensburg entwickelte viel Druck aufs Tor, agierte aber teilweise zu ungestüm und ließ den Gästen zu viel Platz für ihre Konter. Bereits in der 6. Spielminute war die Heilbronner Führung durch Sven Breiter fällig. Zehn Spielminuten lang hielt der überragende Torhüter Constantin Haas danach sein Gehäuse sauber, bis er sich nach einem erneuten Konter durch Axel Hackert zum zweiten Mal geschlagen geben musste. Es war zu diesem Zeitpunkt eine verdiente Führung für die Gäste, die zwischenzeitlich die Unterkante der Latte getroffenen hatten und einen weiteren Treffer durch Filobok nicht anerkannt bekamen. 

Im zweiten Drittel gewann Heilbronn mehr und mehr die Oberhand auch bei den Spielanteilen. Die Ravensburger Abwehr hielt bis zur 29. Minute, dann war das 0:3 fällig. Heilbronn bot ein klasse Überzahl, Schoofs und Hackert spielten am langen Pfosten Filobok frei, der platziert einschoss. Es sah nach einer Vorentscheidung aus, zumal sich der EVR sofort danach erneut eine Strafzeit leistete. Doch Simon Heckenberger schnappte sich in Unterzahl die Scheibe, zog auf und davon und jagte das Spielgerät unhaltbar für den starken Gästetorhüter Tobias Amon zum 1:3 unter die Latte. Man schrieb die 31. Spielminute, alles war wieder offen. Es kam noch besser aus der Sicht der Gastgeber. Eine halbe Minute vor der Pausensirene bliebt der Puck bei Ravensburger Überzahl nach einem Schuss von Philipp Heckenberger vor der Linie liegen, Gregor Thoma schaltete am schnellsten und es hieß nur noch 2:3. 

Jetzt war der EVR wieder dran. Vehement drängte das Team, angetrieben von seinem Spielertrainer Alexander Rusch, auf den Ausgleich. Die Partie wurde hektischer, es gab Strafzeiten auf beiden Seiten. Auf Heilbronner Seite wollte man auf jeden Fall ein drittes Spiel verhindern und spielte entsprechend mit vollem Einsatz. In der 51. Minute dann die Entscheidung. Es war natürlich wieder das Trio FIlobok-Hackert-Schoofs, das seine Routine ausspielte und dem EVR demonstrierte, was dem jungen Team in dieser Saison noch an Cleverness gefehlt hat. 

Hätte der EVR die ganze Saison über so gespielt wie zuletzt gegen sein Team, wären die Oberschwaben kaum so weit hinten in der Tabelle gelandet, meinte nach dem Schlusspfiff auch Heilbronns Trainer Kai Sellers.

Geschrieben von Winfried Leiprecht. Veröffentlicht in Junioren